ShareConf 2017 – 2. Conference Day

2. Conference Day

Der zweite Tag der eigentlichen Konferenz wartete auf uns mit vielen weiteren Informationen rund um Office 365, Collaborations und vorallem Anwenderberichte.

 

Office 365 – wie geht man mit Farmlösungen um – eine Alternative?

Im Rahmen des Vortrages von Ralf Günther (Microsoft) wurde anhand eines konkreten Beispiels einer Farmlösung die Transformation von einer Farmlösung auf SharePoint 2010, migriert zu SharePoint 2013 (immer noch Farmlösung), Umwandlung zu einer SharePoint on premise externen Applikation (weder SharePoint-hosted Add-In noch Provider-hosted Add-In) und schließlich einer Office 365 App betrachtet.

Diese Verfahrensweise stellt auch einen Blueprint für verschiedene andere SharePoint Lösungen dar, um eine zu enge Koppelung von SharePoint und den jeweiligen Add-Ins zu vermeiden und ein mehr an Funktionalität zu bieten. Es wurde auch das Umgehen verschiedener Stolperstellen bei der Transformation näher betrachtet. Gerade dieser Vortrag stellte uns einen alternativen Weg mit noch darüberhinausgehender SharePoint-Entkoppelung dar. Die Vorzüge liegen auf der Hand.

Da diese Art von Applikationen dann einerseits ohne direkten SharePoint-Bezug aufgerufen werden können und andererseits im SharePoint selber dann nicht einfach wie Add-Ins durch den Endanwender entfernt werden können.

 

Eine für das menschliche Denken geeignete Digitalisierung

Richard Poole (harmon.ie) zeigte uns in seinem darauffolgenden Vortrag wie Office 365 mit seinem Produkt und Digitalisierung zusammenpassen. Studien zeigen, dass in einem durchschnittlichen Unternehmen um die 900 Cloud-Dienste zur Erledigung von Aufgaben genutzt werden. Dies führt dazu, dass Mitarbeiter schier überwältigt sind von der Vielzahl der Apps und der unzusammenhängenden Arbeitsumgebung und es ihnen manchmal schwerfällt, ihre Arbeit zu erledigen.

Mit Hilfe der Technologie erhoffte man sich eine Steigerung der Produktivität, aber tatsächlich stagniert sie. Die Lösung für eine Produktivitätssteigerung besteht darin, den Menschen wieder in den Mittelpunkt zu stellen. Poole zeigte uns, wie wir die komplexe Realität der neuen Business Cloud durchschauen, warum die Produktivität beim Wechsel in die Cloud zunächst sinkt und was praxisnahe Wege sind, wie man Office 365 und andere bereits genutzte Cloud-Technologien sinnvoll einsetzen kann.

 

Office 365 basierte Geschäftsanwendungen und die Datensicherheit

Marcel Meier (PSC Portal Systems Consulting GmbH) sprach im Anschluss über Geschäftsanwendungen und deren Datensicherheit., Zielgruppe hier waren vor allem IT-Entscheider. Office 365 erfährt nun auch in Deutschland und Europa einen ordentlichen Wachstumsschub. Und SharePoint Online ist hervorragend für einfache und komplexe Geschäftsanwendungen, wie zum Beispiel dem Vertragsmanagement, geeignet.

Allerdings gibt es neue Herausforderungen hinsichtlich “Compliance & Security”, da ein Zugriff von nahezu jedem Endgerät und von fast überall möglich ist. Wie schützt man die Unternehmensdaten, wenn ein privates, ungeschütztes Tablet verloren geht und die Office 365 Anmeldeinformationen vom Nutzer gespeichert wurden? Diese und weitere interessante Herausforderungen und Lösungen behandelten wir in dieser Session.

 

Das neue SharePoint Framework – was bringt es?

Dr. Gerrit Seewald und Dennis Jantos (BridgingIT GmbH) sprachen ebenfalls über den digitalen Arbeitsplatz mit einer eigenen SharePoint Framework Integration. Nach der Einführung von SharePoint hosted und Provider-hosted Add-ins hat Microsoft nun das SharePoint Framework eingeführt. Ein erneuter grundlegender Wechsel in der Anpassung und Entwicklung von SharePoint.

Die Frage ist allerdings: Was bringt uns dieses neue Framework für die Umsetzung zukünftiger SharePoint Anwendungen? Der Vortrag beschäftigte sich mit einer Einführung zum neuen Framework und Antworten auf folgende Fragen:  Welche Neuerungen gibt es?  Welche Anwendungszwecke werden damit abgedeckt?  Wie sollte man das neue Framework zukünftig einsetzen?

 

Moderner Arbeitsplatz mit SharePoint – Berechtigung und Struktur mit Konzept aufbauen

Thomas Maier (private PTM Akademie) zeigte uns in seinem Vortrag, wie Berechtigungen und Strukturen mit Konzept aufgebaut in SharePoint, ganz ohne Drittanbieter Tools und unnötigen Erweiterungen funktionieren können.

Oftmals wird SharePoint relativ schnell produktiv genutzt, ohne sich vorab große Gedanken über Struktur und Berechtigung zu machen. Doch umso weniger Gedanken man sich darüber im Voraus macht – umso komplexer ist das Thema dann nach einiger Nutzungszeit.

Vor allem seit Office 365 finden immer mehr Nutzer den Weg zu SharePoint, ohne dass vorab große Pläne gemacht werden. Wir sahen in diesem Vortrag, nach welchem Konzept man vorgehen kann, um möglichst wenig Aufwand bei der Administration Ihrer Berechtigung im Alltag zu haben.

Beispiel: Interne Berechtigungen

  1. Struktur planen (Alles was sein könnte – auch wenn es noch nicht umgesetzt wird) Think big – start small
    1. Intranet
      1. Inhalte, die verwaltet werden. Benutzer darf nur lesen
        1. Zentral gesteuerte Inhalte
        2. News,
        3. Marketing Bilder
      2. Personalmanagement
        1. Innerbetriebliche Prozesse, die jeder Mitarbeiter bedienen kann
          1. Urlaubsantrag
          2. Fahrtkosten
        2. Abteilungen
          1. Jede Abteilung hat die Möglichkeit Inhalte zu veröffentlichen
            1. Abteilungsleiter oder eine von ihm benannte Person ist Site owner
          2. Dokumenten Archiv
            1. Nutzer haben recht zu lesen, aber kein Recht zu löschen
              1. Informationsverwaltungsrichtlinien
              2. Metadaten (machen hier am meisten Sinn, nur bei riesen datenströmen [1.000den daten])

Plus externe Freischaltung (hier kann eingeladen werden): Projekt und Extranets

 


Fazit

In den drei Konferenztagen haben wir eine ganze Menge interessanter Erfahrungen gemacht, beginnend mit aufschlussreichen Aspekten zum rechtlichen Bereich und den europäischen Gesetzen und Normen, sowie sehr nützlichen Beiträgen zur Einbindung von JavaScript in SharePoint Umgebungen.

Es gab Informationen über die Möglichkeiten mit SharePoint Frameworks, gebührenpflichtigen Templates zur Erweiterung, möglichen Risiken der digitalen Transformationen und natürlich den Chancen, die die moderne Arbeitswelt bietet.

Abschließend kann man voller Überzeugung sagen, dass die diesjährige ShareConf einen tollen Überblick über aktuelle Trends und Tendenzen in welche Richtung die Reise der digitalisierten Welt weitergehen wird.

 


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